Wennigsen

Bei einem Spaziergang auf der denkmalgeschützten Strecke entlang dem vor rund 400 Jahren künstlich angelegten Mühlenbetriebsgraben schüttelt der stellvertretende VVV-Vorsitzende Wilfried Harting verständnislos den Kopf: "Unrat, Hundekot, meterhohes Unkraut, der Bachlauf zu gewuchert", sagt Harting und zeigt auf verschiedene Stellen.

Auch Jutta Ulianowsky aus dem VVV-Vorstand ist bei der Ortsbesichtigung dabei. Sie ärgert sich über Verpackungsreste auf dem Gehweg - unmittelbar vor einem  Mülleimer. "Und die Sitzbänke sind beschmiert oder beschädigt", sagt sie.

Diesen Zustand will der VVV nicht mehr länger einfach so hinnehmen. Das hat der Verein jetzt auch in einem offenen Brief bekräftigt - und sogar Wennigsens Bürgermeister Christoph Meineke persönlich davon in Kenntnis gesetzt. "Leider mangelt es in der Bevölkerung am Bewusstsein für dieses Kleinod im Herzen von Wennigsen", sagt Harting. Und: Es fehle ein nachhaltiges Pflegekonzept für die zur Gartenregion 2009 aufgewerteten Anlagen und Standorte. Ein Vorschlag des VVV: Ein Kümmerer, der permanent für die Pflege verantwortlich ist, wäre ein erster Schritt zur Verbesserung.

Er bezeichnet die etwa 1000 Meter lange Strecke vom oberen Mühlenteich bis zum Kloster als eine parkähnliche Anlage. "Mit idyllischen Teichen, einem fließenden Bach und farbenfrohen Rabatten in historischem Ambiente, ", sagt Harting. Was für Bad Nenndorf oder Bad Münder der Kurpark bedeute, sei für Wennigsen der Grüne Faden mit dem denkmalgeschützten Ensemble vom Wehr bis zum Kloster: Ein Naherholungsgebiet, Imagefaktor und eine Touristenattraktion.

Genau für diese Einschätzung soll nun nach Vorstellung des VVV auch die Bevölkerung sensibilisiert werden. Und ein langfristiges Konzept mit einem zuständigen Kümmerer sowie regelmäßigen Pflege- und Unterhaltungsmaßnahmen sollen dies untermauern. "Der Bachlauf muss freigehalten werden, es geht aber auch um eine Aufwertung des Begleitumfeldes - mit Beschilderung, Beleuchtung, barrierefreien Wegen und vor allem öffentlichen Toiletten", sagt Harting.

Der VVV sei zwar bemüht und organisiere regelmäßig Verschönerungs- und Aufräumaktionen. "Aber ohne Unterstützung der Gemeinde können wir das nicht mehr alles alleine leisten." Deshalb fordert der Verein nun nicht nur ein offizielles Pflegekonzept. "Auch die Anlieger sollen möglichst eingebunden werden", sagt Harting. Immerhin: "Nach einem Gespräch mit dem Bürgermeister wurde bereits eine beschädigte Bank ersetzt und eine weitere defekte Sitzbank abgebaut", sagt Harting.

HAZ vom 08.12.2016

                                                                                    

 

                                                                         

 

 

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